(M)ein kleiner Grenzverkehr per Brief ...
... den ich in englischen und deutschen Versionen auf Grund meiner Sylvester-Wunsch-Vision an diverse Reedereien geschickt habe:
Wallenius Marine AB.
Mr. Jordan Lindström
Swedenborgsgatan 19
P.O.Box 17086
SE-10462 Stockholm / Schweden July the 17th, 2006
Dear Mr. Lindström,
Even if my letter might just appear as an ordinary business letter, this could not be more wrong. It is about a private issue – my dream, to make my way to the other side of the world in nothing but a ship.
But why am I writing to you, Mr. Lindström? Well, since I worked in Bremen (Germany) for 13 years, I got to know many very nice people and we never lost contact. I told them about my idea, hoping someone might know anything which could help me.
Finally I heard about you from Mr. H.-Günther Behrens, while I took his friendly and very helpful behaviour, as my good sign, especially because my research in the Internet did not look positive at first. The "romantic" on the sea came to en end, is everything you can find there.
I'm not after one of these so called container cruise ship experience tours, to see the world. I would love to be a real part of the crew instead, as and apprentice, volunteer, or whatever - just do everything what has to be done! Clean the deck, peel potatoes and much much more. I'm up for it and more than willing to attend essential courses beforehand, if necessary.
To start my journey towards Australia (which is my final goal) is what I decided to do in 2007 in the "young" age of 63. Because I have serious plans to write and talk about this idea, some people call it crazy, in public, I was wondering if you might be interested in this kind of publicity. I mean, it is not that normal that a sixty three year old is taking off with nothing but his backpack and not with a suitcase instead - following the rules of the "young generation", who are normally the people to travel around the world for a year or two.
Will my journey, in the sign of James Cook, stay a dream or come true? Do you see with the help of your company any possibility, to give the hole thing the wind on the sails, even if we are not talking about a comfortable sailing yacht but a container ship?
Yours sincerely
Das war mein erster Brief. Von ihm hatte ich mir am ehesten Erfolg versprochen, da er auf Grund einer Empfehlung entstand. Er wurde nicht einmal beantwortet.
Seitdem ist das deutsch-schwedische Verhältnis leicht getrübt.
Hier nun eine deutsche Version:
Yours sincerely
Das war mein erster Brief. Von ihm hatte ich mir am ehesten Erfolg versprochen, da er auf Grund einer Empfehlung entstand. Er wurde nicht einmal beantwortet.
Seitdem ist das deutsch-schwedische Verhältnis leicht getrübt.

Hier nun eine deutsche Version:
Hapag-Loyd Containerlinie GmbH
Herrn Wolfgang Kopetzky
Ballindamm 25
20095 Hamburg 21. August 2006
Anfrage
Sehr geehrter Herr Kopetzky,
mein Brief ist alles andere als ein Geschäftsbrief, obwohl er im ersten Moment so aussehen mag. Er enthält ein privates Anliegen – meinen Traum, auf einem Schiff anzuheuern, um so ans andere Ende der Welt, nach Australien zu gelangen.
Dabei geht es mir nicht darum, eine dieser sogen. Frachtschiffreisen mitzumachen, um die Welt zu bereisen. Ich möchte als Crewmitglied, als Praktikant, Volontär oder was auch immer an Bord sein und mitarbeiten – egal bei was. Deckschruppen, Kartoffelschälen oder was sonst auf einem Schiff so anfällt. Ich wäre auch bereit, vorher noch ggfls. erforderliche Kurse zu absolvieren.
Wie gesagt, mein Ziel ist es, auf diese Weise nach Australien zu gelangen; egal, ob direkt, in Etappen oder wie auch immer. Das ist es, was ich 2007 im „zarten“ Alter von 63 angehen will, und worüber ich auch berichten möchte. Wobei ich mich frage, ob diese Art Publicity Ihre Reederei interessieren könnte? Es ist schließlich nicht alltäglich, dass ein Dreiundsechzigjähriger statt mit dem Schalenkoffer, mit dem Rucksack – zu den Bedingungen der „young generation“, die normalerweise das Klientel dieser Art zu reisen stellt – für ein Jahr oder länger um die Welt zieht.
Leider haben meine bisherigen Recherchen im Internet nichts Positives ergeben. Seefahrerromantik sei vorbei, hieß es dort lapidar. Bleibt meine Schiffsreise auf den Spuren von Cook & Co. also nur ein Traum oder hat er doch eine Chance?
Sehen Sie mit Hilfe Ihrer Firma eine Möglichkeit, dem Ganzen die Flügel des Windes verleihen, auch wenn es kein Schoner, keine Dreimast Bark, sondern ein Container- oder ein anderes Schiff ist?
Mit freundlichen Grüßen
Und so sah die Antwort von Hapag-Loyd aus.
Und so sah die Antwort von Hapag-Loyd aus.

Herrn
H.-J. Neumeister
Teichstraße 23
31789 Hameln Hamburg, 24. August 2006
Ihre Anfrage
Sehr geehrter Herr Neumeister,
vielen Dank für Ihre Anfrage vom 21.08.06, die von Herrn Kopetzky zur Beantwortung an uns weiter geleitet wurde.
Zunächst einmal finden wir ihre außergewöhnliche Initiative sehr bemerkenswert und freuen uns natürlich über Ihre Verbundenheit mit der Seefahrt und Ihr Interesse an unserem Unternehmen. Ich persönlich fuhr bis vor kurzem noch aktiv zur See; deshalb kann ich Ihren Wunsch sehr gut nachvollziehen.
Zu unserm Bedauern müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass keine Möglichkeit besteht, mit Hapag-Loyd Schiffen auf die von Ihnen gewünschte Weise nach Australien zu gelangen.
Auf Grund der großen internationalen und lokalen gesetzlichen Auflagen und der weltweiten Sicherheitsanforderungen beschäftigen wir an Bord kein Personal ohne seemännische Ausbildung und zusätzliche Personen können aus Platzmangel leider auch nicht untergebracht werden.
Wir wünschen Ihnen sehr, dass Sie Ihren Traum der Reise auf den Spuren von Cook & Co auf irgendeine andere Weise verwirklichen können.
Freundliche Grüße
Hapag-Loyd AG
R.v. Berlepsch
H.-J. Neumeister
Teichstraße 23
31789 Hameln Hamburg, 24. August 2006
Ihre Anfrage
Sehr geehrter Herr Neumeister,
vielen Dank für Ihre Anfrage vom 21.08.06, die von Herrn Kopetzky zur Beantwortung an uns weiter geleitet wurde.
Zunächst einmal finden wir ihre außergewöhnliche Initiative sehr bemerkenswert und freuen uns natürlich über Ihre Verbundenheit mit der Seefahrt und Ihr Interesse an unserem Unternehmen. Ich persönlich fuhr bis vor kurzem noch aktiv zur See; deshalb kann ich Ihren Wunsch sehr gut nachvollziehen.
Zu unserm Bedauern müssen wir Ihnen jedoch mitteilen, dass keine Möglichkeit besteht, mit Hapag-Loyd Schiffen auf die von Ihnen gewünschte Weise nach Australien zu gelangen.
Auf Grund der großen internationalen und lokalen gesetzlichen Auflagen und der weltweiten Sicherheitsanforderungen beschäftigen wir an Bord kein Personal ohne seemännische Ausbildung und zusätzliche Personen können aus Platzmangel leider auch nicht untergebracht werden.
Wir wünschen Ihnen sehr, dass Sie Ihren Traum der Reise auf den Spuren von Cook & Co auf irgendeine andere Weise verwirklichen können.
Freundliche Grüße
Hapag-Loyd AG
R.v. Berlepsch
Leiter Schiffsmanagement
